Ewigkeit


Ewigkeit

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Ewig|keit ['e:vɪçkai̮t], die; -, -en:
1.
a) <ohne Plural> ewige Dauer, Unvergänglichkeit:
die Ewigkeit Gottes, der Naturgesetze; so sei es in Ewigkeit.
b) (Rel.) das jenseits der Zeit Liegende:
nach dem Tode erwartet uns die Ewigkeit.
2. (ugs.) sehr lange Dauer, übermäßig lange Zeit, endlos scheinende Zeit:
das ist schon Ewigkeiten her; das dauert ja wieder eine [halbe] Ewigkeit [lang].

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Ewig|keit 〈f. 20
1. das Unvergängliche, Unwandelbare
2. das ewige Leben nach dem Tode
3. 〈fig.; umg.〉 sehr lange Dauer
● das dauert ja eine \Ewigkeit 〈umg.〉 sehr lange; ich habe schon eine \Ewigkeit gewartet 〈umg.〉; (bis) in alle \Ewigkeit von nun an immer; in die \Ewigkeit eingehen 〈poet.〉 sterben; das tut er in \Ewigkeit nicht! 〈umg.〉 das wird er nie tun; ich warte seit einer \Ewigkeit, seit \Ewigkeiten auf dich 〈umg.〉; ich stehe hier schon seit einer halben \Ewigkeit 〈umg.; scherzh.〉; von \Ewigkeiten her schon immer; von \Ewigkeit zu \Ewigkeit 〈poet.〉 ewig, immerwährend

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Ewig|keit , die; -, -en [mhd. ēwicheit, ahd. ēwigheit]:
1. <o. Pl.>
a) ewige Dauer, Unvergänglichkeit:
die E. Gottes, der Naturgesetze;
so sei es in E.;
von E. zu E. (bibl.; ewig);
b) (Rel.) das jenseits der Zeit Liegende; jenseitiges ewiges Reich:
nach dem Tode erwartet uns die E.;
in die E. eingehen (geh. verhüll.; sterben).
2. (ugs.) sehr lange Dauer, übermäßig lange Zeit, endlos scheinende Zeit:
er schien uns eine E. wegzubleiben;
das ist schon -en her;
das dauert ja wieder eine [halbe] E. [lang]!;
seit einer [kleinen] E., seit -en warte ich schon auf dich;
das kann nicht [bis] in alle E. (dauernd, immer) so weitergehen;
die Minuten dehnten sich zu -en (wollten nicht vergehen).

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Ewigkeit,
 
Religionsgeschichte: eine Kategorie, die sehr oft, jedoch nicht unbedingt, primär der Existenz der Götter zugeordnet ist. Für die Menschen verbindet sich mit dem Begriff Ewigkeit der Glaube an Auferstehung und jenseitiges Leben. Religiöse Werte und Manifestationen besitzen, wenn ihnen Ewigkeit zugesprochen wird, absolute, »ewige« Gültigkeit. Dies betrifft religiöse Wahrheiten und ihre Offenbarung, den Mythos, heilige Texte (besonders den »Koran«), ethische Normen, oft auch kulturelle Handlungen. - In der christlichen Glaubenslehre kommt Ewigkeit im eigentlichen Sinn als Sein über der Zeit ohne Anfang und Ende (lateinisch aeternitas) nur Gott zu. Ewigkeit im Sinn von Dauer ohne Ende nach einem Anfang (lateinisch sempiternitas) kommt den menschlichen Seelen und den reinen Geistern zu (ewiges Leben, Unsterblichkeit). Die übrige Schöpfung ist endlich und damit Wandel und Auflösung unterworfen.
 
Hier finden Sie in Überblicksartikeln weiterführende Informationen:
 
Zeit und Ewigkeit im antiken Weltbild
 

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Ewig|keit, die; -, -en [mhd. ēwicheit, ahd. ēwigheit]: 1. <o. Pl.> a) ewige Dauer, Unvergänglichkeit: die E. Gottes, der Naturgesetze; so sei es in E.; von E. zu E. (bibl.; ewig); Angesichts der E. gibt es keine Verbesserung, die ja nur dort einen Sinn hat, wo die Zeit abläuft (Werfel, Himmel 20); b) (Rel.) das jenseits der Zeit Liegende; das jenseitige ewige Reich: nach dem Tode erwartet uns die E.; Im Glauben an Gott weitet sich das Leben aus bis zur Auferstehung von den Toten, zum Gericht und zur E. (Sommerauer, Sonntag 18); in die E. eingehen (geh. verhüll.; sterben); Ängstliche Frauen schrien auf und begannen sich anzuziehen, um nicht etwa im Hemd in die E. fahren zu müssen (Hollander, Akazien 178). 2. (ugs.) sehr lange Dauer, übermäßig lange Zeit, endlos scheinende Zeit: er schien uns eine E., -en wegzubleiben; das ist schon -en her; das dauert ja wieder eine [halbe] E. [lang]!; Wir legen großen Wert darauf, dass das Tarifgefüge ... nicht auf E. zementiert wird (Hamburger Abendblatt 12. 5. 84, 11); Im Obergeschoss ... richteten die Tischlergesellen zwei Zimmer für die E. ein (auf eine Art und Weise, die auf sehr langes Bleiben schließen lässt; Bieler, Bär 365); seit einer [kleinen] E., seit -en warte ich schon auf dich; das kann nicht [bis] in alle E. (dauernd, immer) so weitergehen; die Minuten dehnten sich zu -en (wollten nicht vergehen).

Universal-Lexikon. 2012.

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